Alles anzeigenD.C. (District of the Capital) – Nur wenige Tage nach der Präsidentschaftswahl sorgt Serena erneut für politische Turbulenzen.
Der Demokrat Diego Applesmith hat die Wahl zum Legate of Serena mit 51,1 Prozent der Stimmen gegen den Republikaner Adrian Domingo gewonnen. Damit entscheidet ausgerechnet jener Mann über die Nachfolge der künftigen Vice President Elizabeth Thorndike im U.S. Senate.
Für die Republikaner ist das ein bitterer Rückschlag.
Noch am Wahlabend der Präsidentschaft galt Serena als die letzte realistische Chance, die ohnehin knappe republikanische Mehrheit im Senat weiter auszubauen. Stattdessen dürfte Applesmith nun einen demokratischen Senator nach D.C. entsenden.
Doch bereits wenige Stunden nach Bekanntgabe des Ergebnisses werden in politischen Kreisen unangenehme Fragen gestellt.
Nicht zum Wahlausgang an sich.
Sondern zum Timing.
Warum gelang es den Demokraten ausgerechnet jetzt, ihre Wähler noch einmal in außergewöhnlich hoher Zahl zu mobilisieren? Weshalb entwickelte sich das Rennen in den letzten Tagen so deutlich zugunsten Applesmiths, obwohl mehrere republikanische Strategen bis zuletzt von einem Kopf-an-Kopf-Rennen berichtet hatten?
Offizielle Erklärungen gibt es bislang nicht.
Republikanische Wahlkampfmitarbeiter verweisen auf eine ungewöhnlich intensive Mobilisierung demokratischer Freiwilliger in den Ballungsräumen Serenas. Demokraten sprechen dagegen schlicht von einer "überzeugenden Kampagne" und einem Kandidaten, der politische Mitte und Vororte gleichermaßen angesprochen habe.
Dennoch bleibt der Zeitpunkt bemerkenswert.
Erst verliert die Republikanische Partei das Weiße Haus.
Dann gewinnt sie das House of Representatives mit einer überraschend deutlichen Mehrheit zurück.
Und ausgerechnet in jenem Moment, in dem sich ihre Position im U.S. Senate weiter hätte verbessern können, kippt Serena knapp zugunsten der Demokraten.
Zufall?
Oder war der politische Druck auf Serena größer als bislang bekannt?
Mehrere republikanische Parteifunktionäre, die anonym bleiben wollten, berichten gegenüber The Informer, dass sich in den vergangenen Tagen ungewöhnlich viele hochrangige demokratische Strategen im Bundesstaat aufgehalten hätten. Offiziell handelte es sich um gewöhnliche Wahlkampftermine. Inoffiziell fragen sich manche Republikaner inzwischen, weshalb ausgerechnet eine Gouverneurswahl plötzlich bundespolitische Priorität erhielt.
Belege für Unregelmäßigkeiten liegen derzeit nicht vor.
Auch die Electoral Executives of Serena bestätigten das Wahlergebnis ohne Beanstandungen.
Doch die politische Debatte dürfte damit kaum beendet sein.
Fest steht lediglich: Mit Diego Applesmith bleibt die republikanische Mehrheit im U.S. Senate knapp – statt weiter anzuwachsen.
Und für President-elect Kathleen Johnson könnte genau dieser eine Senatssitz schon bald den Unterschied zwischen schwierigen Verhandlungen und vollständiger politischer Isolation ausmachen.
Ob Serena tatsächlich nur eine gewöhnliche Gouverneurswahl erlebt hat oder ob hinter den Kulissen deutlich mehr auf dem Spiel stand, darüber dürfte in den kommenden Wochen noch intensiv diskutiert werden.
The Informer bleibt an der Geschichte dran.
Quelle: https://notw.mns.li/artikel/34…s-after-surprise-election